Warum wir Rechtshänder sind

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Es ist keine Zauberei. Es ist Biologie.

Neunzig Prozent von uns bevorzugen die rechte Hand. In jeder Kultur. Überall auf der Welt. Man könnte meinen, dass es ein wenig variieren würde. Das ist nicht der Fall.

Thomas Püschel von der Universität Oxford leitete eine Studie, um herauszufinden, warum. Er arbeitete mit Kollegen an der University of Reading zusammen. Sie wollten den Code zur Lateralisierung knacken. Die meisten Primaten tun dies nicht. Manche Affen haben schwache Vorlieben. Vielleicht. Der Mensch ist hartnäckig dabei. Beidhändigkeit ist selten. Seltsamerweise.

Ist es ein evolutionärer Zufall? Wahrscheinlich nicht.

Das Team untersuchte Daten von 2.025 einzelnen Tieren. Affen. Affen. Uns. Insgesamt einundvierzig Arten.

Sie verwendeten Bayes’sche Modelle. Diese berücksichtigen Stammbäume. Evolution ist wichtig. Sie haben alles getestet. Diät. Lebensraum. Körpermasse. Soziale Gruppen. Werkzeuggebrauch. Nichts erklärte den menschlichen Ausreißer.

Bis sie zwei Variablen hinzufügten.

Gehirngröße. Und Arm-Bein-Verhältnis. Dieses Verhältnis kennzeichnet Bipedalismus. Aufrecht gehen.

Fügen Sie diese Faktoren hinzu und die Anomalie verschwindet.

Plötzlich passten Menschen in dieses Muster. Wir hören auf, seltsam auszusehen.

Die Forscher projizierten in die Vergangenheit. Wie sahen unsere Vorfahren aus?

Am Anfang war es weich. Ardipithecus. Australopithecus. Ihr Griff war locker. Wie moderne Affen. Keine starke Seitenpräferenz. Einfach mild.

Dann kam Homo. Der Wandel geschah hart.

Homo ergaster. Homo erectus. Neandertaler. Die rechte Tendenz verhärtete sich. Wenn man den Homo sapiens erreicht, ist es extrem. Fast universell.

Bis auf einen Kerl.

Homo floresiensis. Der „Hobbit“ aus Indonesien. Kleines Gehirn. Kurze Beine. Kletterer und Wanderer gemischt. Seine vorhergesagte Händigkeit? Schwach. Schon wieder richtig. Es passt perfekt zum Modell.

Die Geschichte scheint ein zweistufiger Prozess zu sein. Zuerst stehst du auf. Hände werden befreit. Für die Finger ist Schluss mit der Fortbewegung. Feinmotorik braucht ein Zuhause. Eine Seite übernimmt die Führung.

Dann wächst das Gehirn. Reorganisiert. Die Vorspannung rastet ein. Wird starr.

Das ist nicht nur eine Vermutung. Es ist die erste Studie, die diese wichtigen Hypothesen in einem Rahmen zusammenfasst.

„Wir können beginnen zu verstehen, welche Aspekte… uralt und gemeinsam sind und welche einzigartig menschlich sind“, bemerkte Püschel.

Aufrechtes Gehen hat alles verändert. Das große Gehirn hat es zementiert. Wir sind die Summe dieser Entscheidungen. Oder Unfälle.