Der Mond versteckt sich heute Nacht nicht. Es ist einfach klein.
Dort hängt am Donnerstag, dem 21. Mai, eine zunehmende Mondsichel. Laut dem Daily Moon Guide der NASA ist sie zu 27 Prozent beleuchtet. Die Zahl steigt jede Nacht. Der Zyklus ist kurz. Ungefähr einen Monat von neu bis wieder voll.
Heute Abend können Sie tatsächlich Merkmale mit Ihren eigenen Augen sehen. Keine Ausrüstung erforderlich.
Schauen Sie sich die dunklen Flecken in der Nähe des beleuchteten Randes genau an. Das Mares Crisium. Auch die Fecunditatis. Lust auf mehr? Mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop lässt sich der Endymion-Krater erkennen. Es ist ziemlich dramatisch, wenn man es endlich erkennt.
Zwei Vollmonde? Ja
Der Mai ist seltsam für den Mond. Dieses Jahr gibt es zwei Vollmonde.
Einer ist schon vorbei. Der nächste erscheint am 31. Mai. In zehn Tagen.
Die Mathematik der Nacht
Umlaufzeit. 29,5 Tage.
Acht Phasen in dieser Zeitspanne. Das gleiche Gesicht zeigt immer auf uns, gezeitengebunden und stur. Das Licht verändert sich. Das ist der Trick. Der Winkel des Sonnenlichts verändert sich, während der Mond seine Umlaufbahn umkreist, und formt die vertrauten Formen heraus, die wir von Hinterhöfen überall aus anstarren.
So gliedert es sich auf:
- Neumond : Unsichtbar. Die Erde liegt zwischen uns und der Lichtquelle.
- Wachsender Halbmond : Ein Streifen auf der rechten Seite (wenn Sie sich nördlich des Äquators befinden).
- Erstes Viertel : Halb beleuchtet. Rechte Seite hell.
- Wachsing Gibbous : Mehr als die Hälfte, weniger als alle. Mit Licht dick werden.
- Vollmond : Völlig hell. Keine Schatten, die irgendetwas verbergen.
- Waning Gibbous : Schrumpft. Das Licht tritt von rechts zurück.
- Drittes Viertel : Wieder die Hälfte, aber die linke Seite glänzt.
- Waning Crescent : Der letzte Splitter, bevor die Dunkelheit erneut siegt.
Spielt es eine Rolle, um welche Phase es sich handelt? Vielleicht. Es beeinflusst zumindest die Gezeiten. Und es lässt den Himmel von Monat zu Monat anders aussehen. Die dunklen Flecken wirken auf einem hellen, vollen Gesicht tiefer als auf einem dünnen Halbmond. Es ist schließlich alles derselbe Stein. Nur ein anderes Beleuchtungssetup.
