Der Drache lässt eine weitere Mystery Box im Orbit fallen

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Chinas geheimes Raumflugzeug brachte etwas anderes in die Umlaufbahn.

Niemand weiß, was es ist.

Das Fahrzeug mit dem Codenamen Shenlong oder „Göttlicher Drache“ hat seit 2022 mittlerweile mindestens neun unbestätigte Nutzlasten freigesetzt. Wir haben keine Ahnung, was sie bewirken. Der Raumfahrtsektor bleibt ruhig und bietet keine Designspezifikationen oder Missionsparameter. Es bleibt eine Black Box, die in einer niedrigen Erdumlaufbahn schwebt (LEO ).

Vertikal auf Raketen abgefeuert. Landet horizontal auf einer Landebahn. Klingt nach dem Shuttle-Programm der NASA? Das tut es. Aber im Gegensatz zum Shuttle operiert Shenlong im völligen Schatten. Es sind keine Außenfotos vorhanden. Wir kennen nicht einmal seine genaue Größe.

Der Erstflug erfolgte im September 2020. Eine kurze zweitägige Reise. Dann wurde es seltsam. Zwischen August 2022 und August 2024? Das Fahrzeug verweilte monatelang und ließ Gegenstände wie eine Piñata fallen, die von der Schwerkraft festgezogen wurde. Eine Nutzlast nach dem Start von zwei. Sieben weitere nach dem Start, drei, sechs gleichzeitig ausgeworfen.

Nun die vierte Mission.

Begonnen am 7. Februar. Abgehoben vom Jiuquan Satellite Launch Center. Der Lange Marsch 2F leistete die Schwerstarbeit in der Wüste Gobi. Dann herrscht Funkstille. Bisher.

Am 22. Juni wurde es von LeoLabs entdeckt.

Ein Fleck auf dem Radar. Ursprünglich von ihren neuseeländischen Sensoren erfasst. Es stimmte mit nichts in ihrer Datenbank überein. Eine Anomalie.

Am Abend war sich LeoLabs sicher. Hohes Selbstvertrauen. Das Objekt stammte aus Shenlong. Sie haben es katalogisiert.

Jonathan McDowell bestätigte den Ursprung am nächsten Tag. Er ist Astronom an der Durham University, zuvor in Harvard. Er sagt, dass die U.S. Space Force die neuen Trümmer verfolgt.

Was ist das?

„Es könnte ein Cubesat sein“, schlägt McDowell vor.

Klein. Kastenartig. Normalerweise werden sekundäre Nutzlasten bei größeren Missionen mitgeführt. Aber warum sollte man neun davon ins Leere werfen, wenn nicht aus einem bestimmten Grund?

Theorien laufen wild. Manche sagen Rendezvous- und Proximity-Operationen. Im Grunde übt der Drache seine Tanzbewegungen im Orbit und nutzt diese Blobs als Zielattrappen für Vorbeiflugmanöver.

Andere sind dunkler.

Gizmodo erwähnt Antisatellitenwaffen oder verdeckte Überwachung. Gespenster in Anzügen flüstern über kinetische Angriffe. Wurde schon etwas sabotiert? Keine Berichte. Aber die Spannung bleibt.

Shenlog hat fast 700 Tage dort oben verbracht.

Amateure mit leistungsstarken Objektiven erhaschten flüchtige Einblicke. Verschwommene Reflexionen. Auf einem Foto vom August 2024 war ein helles Fortsatz zu sehen. Wahrscheinlich eine Solaranlage. Sonnenlicht treibt irgendwann alles an, oder?

Es ist nicht nur China, das im Sandkasten spielt.

Die USA haben die X-37B. Zwei Betriebsmodelle. Insgesamt über 4.200 Tage im Orbit seit 2010.

Der Unterschied?

Amerika sagt Ihnen, was die X-37 macht. Meistens. Sie geben Parameter frei. Sie reden über Ziele.

China sagt nichts.

Also schauen wir zu. Und warte auf den nächsten Tropfen. 🌑