KI-gestützte Mammographien reduzieren das aggressive Brustkrebsrisiko

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Künstliche Intelligenz (KI) erweist sich bei der Verbesserung der Brustkrebsvorsorge als wirksam. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass die KI-gestützte Mammographie die Wahrscheinlichkeit verringert, zwischen den Vorsorgeuntersuchungen aggressive Krebsarten zu entwickeln. Dies stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Früherkennung dar und kann möglicherweise Leben retten, indem Tumore erkannt werden, bevor sie gefährlicher werden.

Der Durchbruch in der Früherkennung

Eine randomisierte kontrollierte Studie unter der Leitung von Kristina Lång an der Universität Lund in Schweden hat gezeigt, dass Frauen, die mit KI-Unterstützung untersucht werden, ein um 12 % geringeres Risiko haben, an Intervallkrebs zu erkranken – Krebserkrankungen, die zwischen den Untersuchungen schnell wachsen und oft aggressiver sind. Dies ist eine wichtige Erkenntnis, da sich Intervallkrebs tendenziell schneller ausbreitet und nach der Entdeckung schwieriger zu behandeln ist.

Das von ScreenPoint Medical entwickelte KI-System analysiert Mammographien anhand einer Skala von 1 bis 10, um die Krebswahrscheinlichkeit einzuschätzen. Scans mit höheren Werten (8–10) werden von zwei Radiologen überprüft, während Scans mit niedrigeren Werten von einem Radiologen beurteilt werden. Dieser abgestufte Ansatz stellt sicher, dass kritische Fälle die gründlichste Bewertung erhalten.

Wie KI die Genauigkeit verbessert

Frühere Studien zeigten bereits, dass durch KI-gestütztes Screening 29 % mehr Krebserkrankungen erkannt werden könnten, ohne dass die Anzahl falsch-positiver Ergebnisse zunimmt. Diese neueste Forschung bestätigt, dass KI nicht nur mehr Krebsarten findet, sondern auch dazu beiträgt, die Entwicklung aggressiver, schnell wachsender Tumoren zu verhindern. Der Vorteil liegt in der Fähigkeit der KI, subtile Indikatoren zu identifizieren, die menschliche Radiologen in sehr frühen Stadien möglicherweise übersehen.

„Die KI scheint Krebserkrankungen in einem sehr frühen Stadium besser zu erkennen. Radiologen übersehen vielleicht kleine Tumore, aber die KI kann sie erkennen“, erklärt Lång.

Umsetzung und zukünftige Forschung

Der KI-gestützte Ansatz soll nach dem Erfolg des Versuchs innerhalb weniger Monate im gesamten Südwesten Schwedens eingeführt werden. Für eine breitere Akzeptanz sind jedoch weitere Versuche in anderen Ländern erforderlich, um die Auswirkungen auf verschiedene Bevölkerungsgruppen zu bewerten. Dazu gehört die Prüfung, ob KI in verschiedenen ethnischen Gruppen gleich gut funktioniert und ob weniger erfahrene Radiologen gleichermaßen davon profitieren.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Kosteneffizienz. Experten schätzen, dass eine Senkung der Intervallkrebsraten um mindestens 5 % die Investition in KI-Unterstützung rechtfertigen würde. Eine Schulung des Radiologen ist ebenfalls erforderlich, obwohl die Software als benutzerfreundlich beschrieben wird.

Die menschliche Rolle bleibt entscheidend

Trotz der Fortschritte der KI bleiben menschliche Radiologen unverzichtbar. Frauen, die sich einem Screening unterziehen, bevorzugen eine menschliche Komponente im Prozess, und Experten sind sich einig. KI sollte als Werkzeug zur Verbesserung und nicht als Ersatz für das Fachwissen medizinischer Fachkräfte dienen. Lång betont: „Frauen wollen einen Menschen, der auf dem Laufenden ist, und ich stimme zu. Es ist ein Werkzeug für Radiologen.“

Schlussfolgerung: KI-gestützte Mammographie bietet eine deutliche Verbesserung der Brustkrebsvorsorge, verringert das Risiko aggressiver Tumoren und verbessert die Früherkennungsraten. Für eine umfassende Einführung sind weitere Versuche und Kosten-Nutzen-Analysen erforderlich, aber das Potenzial, Leben zu retten, ist klar. Der Schlüssel liegt darin, KI als leistungsstarkes Werkzeug für Radiologen zu integrieren und nicht als eigenständige Lösung.

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