Hannibals Kriegselefanten: Uralter Knochen bestätigt Präsenz in Spanien

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Archäologen in Spanien haben ein bedeutendes Beweisstück für die legendären Feldzüge von Hannibal, dem karthagischen Feldherrn, entdeckt: einen versteinerten Elefantenfußknochen von einem Schlachtfeld aus der Eisenzeit. Dies ist der erste konkrete physische Beweis dafür, dass Hannibals Kriegselefanten durch das alte Europa reisten.

Historischer Kontext: Hannibals Feldzüge

Seit Jahrhunderten verlassen sich Historiker auf alte Texte und Illustrationen, die Hannibals epischen Marsch über die Alpen mit einer Streitmacht, zu der 37 Kriegselefanten gehörten, im Jahr 218 v. Chr. während des Zweiten Punischen Krieges detailliert beschreiben. Eine archäologische Bestätigung war jedoch immer schwer zu erreichen. Hannibal führte seine Armeen von Karthago (dem heutigen Tunesien) durch Spanien und Frankreich, um in Italien einzumarschieren und die römische Vorherrschaft über das Mittelmeer herauszufordern.

Die neue Entdeckung legt nahe, dass zumindest einige dieser Elefanten es nie bis in die Alpen geschafft haben; Der Knochen wurde unter einer eingestürzten Mauer am Standort Colina de los Quemados in der Nähe von Cordoba, Spanien, gefunden. Dieser Ort war wahrscheinlich ein Stützpunkt für Hannibals Streitkräfte, bevor sie nach Frankreich einmarschierten.

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Das Team unter der Leitung von Professor Rafael M. Martínez Sánchez analysierte den Knochen und verglich ihn mit modernen Elefanten und Steppenmammuts, um seine Herkunft zu bestätigen. Das Vorhandensein zusätzlicher Schlachtfeldartefakte – Artillerie, Münzen und Keramik – aus Ausgrabungen im Jahr 2020 stützt die Schlussfolgerung, dass es sich hier um einen Ort militärischer Konflikte handelte.

Die Wissenschaftler betonen, dass der Transport lebender Elefanten auf dem Seeweg die einzig praktikable Methode sei und es daher unwahrscheinlich sei, dass tote Tiere zu dekorativen oder handwerklichen Zwecken transportiert würden.

Warum das wichtig ist

Die Entdeckung hat erhebliche Auswirkungen auf das Verständnis des Ausmaßes und der Logistik von Hannibals Militärkampagnen. Die Tatsache, dass es in Spanien vor Hannibals Alpenüberquerung Kriegselefanten gab, deutet auf ein umfangreicheres und komplexeres Versorgungs- und Verstärkungsnetz hin, als bisher angenommen.

„Die Entdeckung von Elefantenresten in europäischen archäologischen Kontexten ist außergewöhnlich selten“, stellen die Wissenschaftler in ihrem Artikel fest, der im Journal of Archaeological Science: Reports veröffentlicht wurde.

Auch wenn die genaue Identifizierung der Elefantenart nach wie vor eine Herausforderung darstellt, stellt dieser Knochen eine greifbare Verbindung zu einem der berühmtesten Militärführer der Geschichte und seinem brutalen, ehrgeizigen Krieg her. Die Entdeckung von Hannibals Kriegselefanten in Spanien bestätigt, dass die karthagische Armee gut ausgerüstet und entschlossen war, die Mittelmeerwelt zu beherrschen.

Der Fund unterstreicht, wie wenig über die Logistik der antiken Kriegsführung bekannt ist und wie archäologische Entdeckungen unser Verständnis der Vergangenheit neu definieren können.

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