Naturschützer feiern einen wichtigen Meilenstein bei den Bemühungen, die Artenvielfalt im Südwesten Englands wiederherzustellen. Jüngste Erkenntnisse bestätigen, dass Baummarder – mit dem Wiesel verwandte Säugetiere – nach einem gezielten Wiederansiedlungsprogramm erfolgreich mit der Fortpflanzung in freier Wildbahn begonnen haben.
Ein Meilenstein für die lokale Artenvielfalt
Die Nachricht ist ein bedeutender Sieg für das „Two Moors Pine Marten“-Projekt des Devon Wildlife Trust. Seit Herbst 2024 wurden Dutzende Baummarder an unbekannten Orten in Dartmoor und Exmoor freigelassen.
Im Juli bestätigten Beamte, dass diese Tiere erfolgreich Nachkommen hervorgebracht haben. Dies stellt einen Wendepunkt für die Art in der Region dar, die aufgrund historischer Jagd- und Fallenjagden seit über einem Jahrhundert nicht mehr vorkommt.
Überwachung der Neuankömmlinge
Das Projekt nutzt eine Kombination aus Technologie und Feldbeobachtung, um den Fortschritt der freigelassenen Tiere zu verfolgen:
– Anfängliche Verfolgung: In den ersten sechs Monaten wurden freigelassene Baummarder mit speziellen Halsbändern überwacht.
– Fernbeobachtung: Nachdem die Halsbänder nicht mehr notwendig waren, ging das Team dazu über, Fernkamerafallen zu verwenden, um natürliches Verhalten zu beobachten.
– Territoriumserweiterung: Daten zeigen, dass diese kleinen, katzengroßen Säugetiere sehr mobil sind. Einige reisen mehr als 20 Meilen (32 km) von ihren Freilassungsorten entfernt, um die Landschaft zu erkunden, bevor sie sich in Waldlebensräumen niederlassen.
Tracey Hamston, die Projektleiterin, stellte fest, dass die aktuelle Saison eine kritische Zeit für die Beobachtung sei.
„Die diesjährigen Jungen sollten derzeit sowohl im Dartmoor als auch im Exmoor geboren werden. Wir hoffen, dass wir auf unseren Kameras Beweise dafür sehen können, wenn die Jungen im Mai und Juni aktiver werden.“
Warum das wichtig ist
Die erfolgreiche Zucht von Baummardern ist mehr als nur ein Gewinn für eine einzelne Art; Es ist ein Zeichen für ein sich erholendes Ökosystem. Als „Mesopredatoren“ spielen Baummarder eine entscheidende Rolle bei der Kontrolle kleinerer Säugetierpopulationen, was dazu beiträgt, ein gesundes Gleichgewicht im Nahrungsnetz des Waldes aufrechtzuerhalten. Ihre Rückkehr legt nahe, dass die Lebensräume in Dartmoor und Exmoor wieder in der Lage sind, komplexe Wildtierkreisläufe zu unterstützen, die vor einem Jahrhundert verloren gingen.
Wie die Öffentlichkeit helfen kann
Um die laufende Verfolgung und Forschung zu unterstützen, ermutigt das Projekt die lokale Gemeinschaft, sich an der Bürgerwissenschaft zu beteiligen. Wenn jemand einen Baummarder entdeckt, wird er dringend gebeten, die Sichtung zu melden, damit Naturschützer die Bewegungen und den Bruterfolg der Tiere besser verstehen können.
Schlussfolgerung: Die erfolgreiche Zucht von Baummardern in Dartmoor und Exmoor signalisiert einen erfolgreichen Schritt zur Wiederherstellung eines verlorenen Stücks des englischen Naturerbes. Diese Entwicklung gibt Anlass zur Hoffnung, dass diese schwer fassbaren Säugetiere wieder zu einem festen Bestandteil der Landschaft des Südwestens werden können.



















