US-Finanzkürzungen gefährden die globale Ernährungssicherheit

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Die weltweite Nahrungsmittelversorgung ist ständigen Bedrohungen durch den Klimawandel, sich ausbreitende Krankheiten und die Erschöpfung der Böden ausgesetzt. Um stabile Ernten zu gewährleisten, sind kontinuierliche wissenschaftliche Innovationen erforderlich. Die jüngsten Kürzungen der US-Agrarfinanzierung haben jedoch zu einer neuen und erheblichen Unsicherheit geführt.

Das Ende von Feed the Future

Jahrelang stellte die US-amerikanische Agentur für internationale Entwicklung (USAID) im Rahmen der Initiative „Feed the Future“ jährlich etwa 150 Millionen US-Dollar zur Verfügung, um die Agrarwissenschaft weltweit zu unterstützen. Dieses von beiden Parteien unterstützte Programm finanzierte Forschung an Universitäten, Unternehmen und internationalen Zentren mit dem Ziel, widerstandsfähige Nutzpflanzen und nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken zu entwickeln. Die Trump-Administration baute diese Unterstützung im Jahr 2023 ab, indem sie die Finanzierung abrupt einfrierte und später ganz einstellte.

Auswirkungen auf Forschung und Entwicklung

Diese Entscheidung hat Wissenschaftler weltweit dazu gezwungen, kritische Studien einzustellen oder einzuschränken. Etwa ein Drittel des Budgets von Feed the Future ging an 17 US-Universitätslabore, die verschiedene Bereiche erforschen, von Aquakultur bis hin zu Grundnahrungsmitteln. Fast alle erhielten Arbeitsstopps, was langfristige Projekte zum Schutz der weltweiten Nahrungsmittelversorgung zunichte machte.

Fallstudie: Sojabohnen-Innovationslabor

Das Sojabohnen-„Innovationslabor“ an der University of Illinois Urbana-Champaign beispielsweise entwickelte ertragreiche Sojabohnensorten für westafrikanische Landwirte, die möglicherweise die lokale Wirtschaft ankurbeln und Exportmöglichkeiten für US-Sojaproduzenten schaffen. Das Labor musste sofort schließen und 30 Mitarbeiter entlassen. Laut seinem Regisseur Peter Goldsmith endete die Sendung „im Nu.“

Implikationen für die Zukunft

Der abrupte Entzug der US-Finanzierung untergräbt die weltweiten Bemühungen, den Ausbruch von Pflanzenkrankheiten zu bekämpfen und angesichts des Klimawandels eine angemessene Nahrungsmittelproduktion sicherzustellen. Diese Entscheidung stört nicht nur die laufende Forschung, sondern gefährdet auch die zukünftige Ernährungssicherheit, insbesondere in gefährdeten Regionen.

Die Kürzung der US-Unterstützung wird wahrscheinlich langfristige Folgen für landwirtschaftliche Innovationen haben und möglicherweise den Fortschritt bei der Entwicklung klimaresistenter Nutzpflanzen und nachhaltiger Anbautechniken verlangsamen. Dieser Wandel wirft kritische Fragen zur Nachhaltigkeit der globalen Nahrungsmittelversorgung und zur Rolle der internationalen Zusammenarbeit bei der Bewältigung künftiger Herausforderungen der Ernährungssicherheit auf.

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