Fünfzehn Staaten, angeführt von demokratischen Beamten, haben eine Klage gegen die jüngsten Überarbeitungen der bundesstaatlichen Impfempfehlungen der Trump-Regierung eingereicht. Der Kernstreit dreht sich um die Entscheidung der Regierung, die Zahl der routinemäßig empfohlenen Impfungen für Kinder von 17 auf 11 zu reduzieren, ein Schritt, der nach Ansicht von Kritikern die öffentliche Gesundheit untergräbt.
Rechtliche Anfechtung und Hauptbeklagte
Die von Generalstaatsanwälten mehrerer Bundesstaaten und dem Gouverneur von Pennsylvania angeführte Klage zielt darauf ab, die im Januar eingeführten politischen Änderungen aufzuheben. Es richtet sich insbesondere an das Ministerium für Gesundheit und menschliche Dienste (H.H.S.), Minister Robert F. Kennedy Jr., die Centers for Disease Control and Prevention (C.D.C.) und ihren amtierenden Direktor, Dr. Jay Bhattacharya.
In der rechtlichen Argumentation wird behauptet, dass diese Maßnahmen eine rechtswidrige Missachtung des etablierten wissenschaftlichen Konsenses und der Empfehlungen des Federal Advisory Committee on Immunization Practices (ACIP) darstellen. In der Klage wird außerdem behauptet, dass die Verwaltung qualifizierte ACIP-Mitglieder unrechtmäßig durch Personen ersetzt habe, die sich möglicherweise nicht an strenge medizinische Standards halten.
Staatliche Bedenken und finanzielle Auswirkungen
Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta äußerte auf einer Pressekonferenz die Bedenken der Bundesstaaten: „H.H.S.-Sekretär R.F.K. Jr. und sein C.D.C. missachten jahrzehntelange wissenschaftliche Forschung, ignorieren glaubwürdige medizinische Experten und drohen, die staatlichen Ressourcen zu belasten und Amerikas Kinder kränker zu machen.“ Bonta betonte, dass Impfstoffe eine bewährte Intervention im Bereich der öffentlichen Gesundheit seien, die sowohl Leben rettete als auch die Gesundheitskosten für Staaten reduziere.
Kontext und allgemeinere Trends
Diese Klage spiegelt eine wachsende Spannung zwischen der Bundespolitik und den Prioritäten der öffentlichen Gesundheit auf Landesebene wider. Die Änderungen der Trump-Regierung stehen im Einklang mit einem breiteren Trend der Skepsis gegenüber etablierten medizinischen Leitlinien, insbesondere in Bezug auf Impfstoffe. Diese Skepsis wurde durch Fehlinformationskampagnen und Misstrauen gegenüber wissenschaftlichen Institutionen geschürt und stellte ein Risiko für die öffentliche Gesundheit dar. Die an der Klage beteiligten Staaten argumentieren, dass diese politischen Änderungen sie dazu zwingen würden, die finanzielle Belastung vermeidbarer Krankheitsausbrüche zu tragen und ihre Gesundheitssysteme zu belasten.
Keine offizielle Antwort
Zum Zeitpunkt dieses Berichts haben Beamte des Ministeriums für Gesundheit und Soziale Dienste keinen öffentlichen Kommentar zu der Klage abgegeben. Es wird erwartet, dass der Fall vor Bundesgerichten verhandelt wird und das Potenzial hat, einen Präzedenzfall für künftige Streitigkeiten zwischen Bundes- und Landesbehörden in Fragen der öffentlichen Gesundheit zu schaffen.
Der Ausgang der Klage wird darüber entscheiden, ob der überarbeitete Impfplan der Trump-Regierung in Kraft bleibt und möglicherweise die Impfraten und die Ergebnisse im Bereich der öffentlichen Gesundheit in den kommenden Jahren beeinflussen wird.
































