Der erste Vollmond des Frühlings, traditionell als Wurmmond bekannt, erschien diese Woche am Himmel über Nordirland. Während in Großbritannien keine totale Mondfinsternis – oder „Blutmond“ – zu sehen war, berichteten einige Beobachter von einem deutlichen orangefarbenen Leuchten. Dieses himmlische Ereignis unterstreicht eine Jahrhunderte alte Tradition der Benennung von Vollmonden, die älter ist als moderne Kalender.
Warum haben Vollmonde Namen?
Vor standardisierten Kalendern verließen sich Kulturen auf Mondzyklen, um die Jahreszeiten zu verfolgen. Vollmondnamen waren praktische Markierungen für den Jahreswechsel und spiegelten oft bedeutende Naturereignisse wider. Diese Namen waren nicht willkürlich; Sie waren mit der Landwirtschaft, dem Verhalten der Tiere und sogar dem Überleben verbunden.
Die Bedeutung hinter „Wurmmond“
Der Vollmond im März trägt seinen Namen, weil er mit der Zeit zusammenfällt, in der Regenwürmer aus dem tauenden Boden schlüpfen. Dies ist ein wichtiges Zeichen für die Ankunft des Frühlings und signalisiert wärmeres Wetter und erneutes Wachstum. Nach dem Wurmmond kommt im April der Rosa Mond (benannt nach den Wildblumen des frühen Frühlings, nicht nach seiner Farbe), und im Mai kommt der Blumenmond.
Was ist ein Blutmond?
Bei einem Blutmond geht es nicht um die Farbe des Wurmmondes selbst, sondern um das Phänomen, das während einer totalen Mondfinsternis auftritt. Wenn sich die Erde direkt zwischen Sonne und Mond bewegt, blockiert sie das Sonnenlicht und taucht den Mond in einen tiefen rötlichen Farbton. Diese Woche waren Menschen in Nord- und Südamerika, Ostasien und Australien am besten in der Lage, die Auswirkungen zu beobachten.
Ein ganzes Jahr voller Mondnamen
Die Tradition, Vollmonden Namen zu geben, erstreckt sich über das ganze Jahr und hat jeweils einen einzigartigen kulturellen Ursprung. Hier ist eine Aufschlüsselung:
- Januar: Wolfsmond – Benannt nach dem verstärkten Heulen der Wölfe im Winter, wenn die Nahrung knapp ist.
- Februar: Schneemond – Spiegelt das Schneewetter wider, das in Nordamerika in diesem Monat üblich ist. Auch bekannt als Sturmmond oder Hungermond.
- März: Wurmmond – Regenwürmer tauchen auf und signalisieren den Frühling. Auch Krustenmond genannt.
- April: Pink Moon – Benannt nach den rosa wilden Phloxblüten, die im zeitigen Frühjahr blühen. Auch als Eiermond oder Fischmond bekannt.
- Mai: Blumenmond – Feiert die Fülle der im Mai blühenden Blumen. Auch Hasenmond, Maispflanzmond oder Milchmond genannt.
- Juni: Erdbeermond – Algonquin-Stämme haben es nach der Erdbeererntezeit benannt. Auch als Honigmond, Rosenmond oder Metmond bekannt.
- Juli: Buck Moon – Männliche Hirsche wachsen zu dieser Zeit ihr volles Geweih. Auch Donnermond genannt.
- August: Störmond – Benannt nach dem in nordamerikanischen Gewässern gefangenen Störfisch. Auch bekannt als Grain Moon oder Black Cherries Moon.
- September: Maismond – Markiert die Erntezeit, wobei ein besonders heller Vollmond die Arbeit bis spät in die Nacht erleichtert. Wenn er der herbstlichen Tagundnachtgleiche am nächsten liegt, wird er Erntemond genannt.
- Oktober: Jägermond – Traditionell eine Zeit der Vorbereitung auf den Winter durch die Jagd.
- November: Bibermond
- Dezember: Kalter Mond
Die Benennung von Vollmonden bietet einen faszinierenden Einblick in die historische Verbindung zwischen Kulturen und der Natur. Bei diesen Traditionen ging es nicht nur darum, die Zeit zu markieren; Es ging ihnen darum, die Umwelt zu verstehen, zu respektieren und im Einklang mit ihr zu überleben.
Die anhaltende Einhaltung dieser Namen erinnert heute an die langjährige Beziehung der Menschheit zum Mondzyklus.
