Der chinesische Astronaut Zhang Lu hat den nationalen Rekord für die meisten Weltraumspaziergänge eingestellt und am Montag, dem 16. März, seine sechste Außenbordeinsatzaktivität (EVA) außerhalb der Raumstation Tiangong abgeschlossen. Die siebenstündige Operation, die zusammen mit seinem Kollegen Wu Fei durchgeführt wurde, umfasste die Installation eines Trümmerschutzes an der Außenseite der Station. Diese Mission unterstreicht Chinas wachsende Fähigkeiten bei langfristigen Weltraumoperationen und sein Engagement für die Aufrechterhaltung einer kontinuierlichen menschlichen Präsenz im Orbit.
Missionsdetails und Ziele
Der Weltraumspaziergang begann um 7:25 Uhr EDT (1125 GMT; 19:35 Uhr Pekinger Zeit) und wurde vom Astronauten Zhang Hongzhang innerhalb der Station sowie von Bodenteams und dem Roboterarm der Station unterstützt. Die Astronauten trugen während der EVA fortschrittliche Feitian-Raumanzüge. Die Hauptaufgabe bestand darin, den Schutz von Tiangong vor Trümmern in der Umlaufbahn zu verbessern – ein immer wichtigeres Anliegen für alle Raumstationen. Dies zeigt einen proaktiven Ansatz zur Weltraumsicherheit angesichts der zunehmenden Gefahr von Kollisionen mit kleinen, unauffindbaren Objekten.
Historischer Kontext und Bedeutung
Zhang Lu teilt sich nun den Rekord für die meisten Weltraumspaziergänge eines chinesischen Astronauten mit Chen Dong, der ebenfalls sechs auf dem Buckel hat. Der Rekord für die Gesamtzahl der Weltraumspaziergänge bleibt beim russischen Kosmonauten Anatoly Solovyev (16) und der amerikanischen Astronautin Peggy Whitson (10).
Dieser Erfolg ist nicht nur eine Frage einzelner Meilensteine; Es spiegelt Chinas schnelle Fortschritte in der Raumfahrttechnologie und seine zunehmende Rolle bei internationalen Raumfahrtaktivitäten wider.
Die aktuelle Mission, Shenzhou 21, folgt auf eine frühere EVA im Dezember, bei der dieselbe Besatzung Schäden an der Raumsonde Shenzhou 20 untersuchte, die aufgrund mutmaßlicher struktureller Probleme im Zusammenhang mit Trümmern ersetzt werden musste. Die Besatzung von Shenzhou 20 kehrte vorsorglich mit der Kapsel Shenzhou 21 zur Erde zurück.
Zukunftspläne für Tiangong
China beabsichtigt, mindestens ein weiteres Jahrzehnt lang eine kontinuierliche menschliche Präsenz auf Tiangong aufrechtzuerhalten. Die bevorstehenden Missionen Shenzhou 23 und 24 sowie zusätzliche Frachtlieferungen aus Tianzhou werden sicherstellen, dass die Station weiterhin vollständig versorgt und betriebsbereit bleibt. Die Ende letzten Jahres gestartete Raumsonde Shenzhou 22 dient als Ersatzfahrzeug für die Besatzung von Shenzhou 21 und verdeutlicht die Entlassungsmaßnahmen Chinas als Reaktion auf potenzielle Risiken.
Dieser stetige Fortschritt in der bemannten Raumfahrt unterstreicht Chinas langfristige Ambitionen für Orbitalforschung, Technologieentwicklung und internationale Zusammenarbeit im erdnahen Orbit.



















